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Hiermit möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verschaffen.
Akupunktur (lat. acus= Nadel, pungere= stechen) gehört zu den ältesten Therapiemethoden der chinesischen Medizin. Schon 2697- 2596 v.Chr. entstand ein bedeutendes Werk der chinesischen Human Medizin. Der Titel hieß "Das Huang- di Nei- jing" oder auch "Innerer Klassiker des Gelben Fürsten". Die nachfolgenden Schriften nahmen dieses immer als Grundlage, welches sie diskutierten und erweiterten. 16.- 11. Jahrhundert v.Chr. entstanden die ersten schriftlichen Dokumente der/Über die Tiermedizin.
Dort wurden die Behandlung auf magische Geistermedizin gesetzt. Die Tiere kamen zu sogenannte WUMA (Pferdepriester/Pferdebeschwörer), wo schamanistische Techniken angewandt wurden. Um 900 v.Chr. schrieb der Reitergeneral Sunyang Bai Le ein Buch mit detaillierten Angaben zur Akupunktur und Vorschriften zur Pferdebehandlung. Er wandte erfolgreich Akupunktur und Moxibustion bei Pferden an.
In der Tang- Dynastie (600- 900 n.Chr.) wurden tierärztliche Lehranstalten am kaiserlichen Hof eingerichtet, sodass die Tiermedizin ins Laufen kam. In der nachfolgenden Periode der Ming- Dynastie (1368- 1644 n.Chr.) schrieben die Brüder Yu Ben- Yuan und Yu Ben- Heng ein Hauptwerk über die Akupunktur, indem sie über die Meridianpunkte und Behandlungsanweisungen schrieben. Dieses chinesische Medizinwissen gelangte im Altertum über die Handelswege in die westlichen Länder (Frankreich, Wien, Berlin). Erst in den letzten 30 Jahren fand die Körperakupunktur in Europa interesse. Jedoch führte es durch Missverständnisse zu Konfrontationen zwischen der Schulmedizin und der chinesischen Medizin.
Kommen wir nun zu den wichtigsten Grundlagen der TCM.
Zu diesen gehören Yin und Yang, Qi (Lebensenergie) und die fünf Wandlungsphasen. Yin und Yang werden von der TCM als Gegensatzpaare bezeichnet. Um Yin und Yang besser als Gegensätze zu verstehen gebe ich ein beispiel. Nehmen wir mal die dunkle Nacht, bezeichnet als Yin, und als/im Gegensatz dazu den hellen Tag, als Yang bezeichnet. Jedoch stehen Yin und Yang in einem dynamischen Verhältnis, denn das eine ist ohne das andere nicht zu denken/möglich. Es gäbe keine Nacht ohne den Tag, oder kein Glück ohne das man wüsste was Trauer wäre. Ebenso ist das im Körper bei Yin und Yang. Dort stehen sie in Abhängigkeit wie z.B. das Herz (Yin) und der Herzschlag (Yang). Steht alles im Gleichgewicht so ist das Tier gesund. Kommt es jedoch im Verhältnis von Yin und Yang ins Ungleichgewischt so wird das Tier krank.
Qi wird unter anderem als Lebensenergie bezeichnet, denn eine genaue Übersetzung dieses Wortes in eine westliche Sprache ist unmöglich. Die sogenannte Lebensenergie fließt in Leitbahnen durch den Körper in unterschiedlichen Fließrichtungen. Das ein und das selbe Qi wird in mehreren Formen aufgenommen. Einmal wird dieses über Einatmung und über die Nahrung als Sammel- Qi aufgenommen und im Brustkorb gebildet. Diesen Bildungsprozess unterstützt die Niere und dadurch entsteht das normale/wahre Qi, welches als Yin in die Leitbahnen fließt und den Körper nährt.
Die 5 Wandlungsphasen oder auch 5 Elemente genannt, haben sich neben der Theorie von Yin und Yang entwickelt. Dieses dynamische Modell/Muster zeigt ein Zusammenspiel zwischen Umwelt (Makrokosmos) und Körper (Mikrokosmos). Zu den 5 Wandlungsphasen gehören Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Sie stehen in zwei verschiedenen Kreisläufe untereinander in Kontakt. In dem Shen- Zyklus (Hervorbringungskreislauf) fördert jedes Element das nächste z.B. Holz fördert Feuer. Bei dem zweiten Kreislauf (Ko- Zyklus) kontrollieren sie sich gegenseitig. So sind diese nicht nur voneinander abhängig, sondern stehen in wechselseitiger Beziehung (Förderung und Kontrolle) zueinander.
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