|
Homöopathie kommt aus dem Griechischen (homoion pathos= ähnliches Leiden).
Samuel Christian Friedrich Hahnemann ist Begründer der klassischen Homöopathie. Er kam durch prägnante Ereignisse, Erkenntnisse und Beobachtungen zur Homöopathie. Einen kleinen Einblick in sein Leben. Samuel Hahnemann wurde am 10.04.1755 in Meißen geboren. Er war ein sehr guter Schüler und wurde durch seine Begabung umsonst an das Kollegium in Meißen aufgenommen. Danach ging es ein Jahr lang nach Leipzig, wo er Medizin studierte. Nach diesem Jahr wechselte Hahnemann ein Jahr nach Wien um Praxiserfahrungen zu sammeln. Als er kein Geld mehr hatte nahm er das Angebot des Barons von Brückenthal an und war somit sein Hausarzt, Bibliothekar und Ordner seines Kabinetts antiker Münzen.
Im Jahr 1779 zog er wieder nach Deutschland, studierte noch ein Jahr an der Universität in Erlangen und schloss sein Medizinstudium ab. Danach ging Hahnemann nach Dresden, lebte dort als praktischer Arzt, wo er dann die Tochter des Apothekers heiratete. Einige Zeit später nahm er das Physikat in Gommern (Magdeburg) an. Hahnemann widmete sich der Chemie und der Schriftstellerei, womit er berühmt wurde. 1790 übersetzte Hahnemann die Arzneimittellehre von Cullens und entdeckte beim Selbstversuch mit Chinarinde, dass dieses bei ihm genau die Symptome auftreten, gegen die sie bei Kranken eingesetzt wurde. Er prüfte weitere Arzneien an sich, seinen Verwandten und anderen Gesunden und stellte fest dass diese Arzneien die charakteristischen Symptome hervorrufen, die sie bei Kranken heilen. 1794 ging er erst nach Braunschweig und dann nach Königslutter, wo er viele Kenntnisse über Wirkungen von Mittel erwarb. Wodurch gegen ihn die "Verfolgung von Ärzten und Apothekern" begann. Dann zog er von Hamburg nach Sachsen. In seinem Werk "Organon der Heilkunst" schrieb er alle seine Erkenntnisse auf, welches 1810 erschien. Hahnemann ging wieder nch Leipzig und 1821 nach Köthen, wo er bis 1835 blieb. In dem Jahr heiratete er eine junge Französin Melanie d´Herville mit der er nach Paris ging und bis zu seinem Tod (2.07.1843) blieb.
Im "Organon der Heilkunst" findet man 3 Säulen der Homöopathie. Einmal handelt es sich um die Ähnlichkeitsregel. Dieses bedeutet, dass eine Substanz, welche beim Gesunden bestimmte Symptome und Krankheitszeichen hervorrufen kann, wiederum beim Kranken heilen kann. Der Leitsatz dafür ist/lautet "Similia similibus curentur" und heißt somit Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt" (§ 25 Oragon).
Die zweite Säule ist die Arzneimittelprüfung am Gesunden, welches ein wichtiger Grundstein der Homöopathie ist und auch heute noch erfolgt. Hierbei wird geprüft welche Symptome ein Arzneimittel/eine Arznei erzeugt und somit heilen kann. Aus der Gesamtheit aller hervorgerufenen Symptome der jeweiligen Substanz entsteht dann das sogenannte Arzneimittelbild. Alle geprüften Substanzen und deren Arzneimittelbilder werden dann in der Arzneimittellehre (Materia Medica) Zusammen gefasst (§143 Oragon).
Die letzte Säule ist die Potenzierung. In diesem Prozess wird die Ursubstanz in mehreren Schritten mit Milchzucker oder Alkohol verdünnt. Es gibt folgende Potenzen: - D- Potenz (decem= 10) Verhältnis 1:10 verdünnt
- C- Potenz (von centum= 100) Verhältnis 1:100 verdünnt
- LM- Potenz Verhältnis 1:50.000 verdünnt
|